Call of Duty WW2 Kampagne – wie gut ist sie wirklich?

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Nach knapp 10 Jahren kehrt die Shooter-Reihe Call of Duty mit WW2 wieder zu ihren Ursprüngen zurück. So dürfen sich die Spieler erstmals seit Call of Duty: World at War wieder über ein Setting freuen, das den Zweiten Weltkrieg als Thema behandelt. Doch was zeichnet die neue Kampagne im Detail aus und wird sie den hohen Ansprüchen der Fans gerecht?

Call of Duty Singleplayer: Welchen Umfang bietet die Kampagne?

Zwar bietet die neueste Kreation des Entwicklerstudios Activision auch einen umfangreichen Multiplayer-Modus, jedoch ist das Herzstück des Titels ganz klar die Call of Duty WW2 Kampagne.  Am 03. November 2017 erschien der neue Teil für die PS4, XBox One und dem PC. Die Community stellt grundsätzlich sehr hohe Anforderungen an den Singleplayer-Modus, da die Kampagnen der ersten Call of Duty Teile mit WW2-Setting heute als echte Meilensteine gelten.

Mit insgesamt 12 Missionen soll der neue Weltkriegs-Shooter an das intensive Spielerlebnis seiner Vorgänger anknüpfen. Der Spieler hat dabei die Wahl zwischen vier Schwierigkeitsgraden.

Je nach Schwierigkeitslevel beträgt die gesamte Spielzeit der Call of Duty WW2 Kampagne im Schnitt zwischen vier und acht Stunden.

Wer nicht nur die Story durchspielen möchte, sondern auch alle Collectibles im Spiel einsammeln möchte, kann die Spielzeit noch um ein bis zwei Stunden ausdehnen.

Call of Duty WW2 Kampagne: Würdiger Nachfolger oder lieblose Neuauflage?

Ein wesentliches Kennzeichen der alten Call of Duty Teile mit WW2-Setting ist die Tatsache, dass sich der Singleplayer-Modus im Prinzip wie ein Film zum selber spielen anfühlt. So sorgten schon damals penibel gescriptete Events für ein echtes Hollywood-Feeling beim Durchspielen, das vielen Spielern noch heute gut in Erinnerung ist.

Zum Glück haben die Entwickler ihre Wurzeln nicht vergessen, sodass auch die Call of Duty WW2 Kampagne vor allem durch eine intensive Story gekennzeichnet ist. So schlüpft der Spieler in die Rolle des Soldaten Red Daniels und muss sich auf detaillierten Schlachtfeldern den Weg zum Missionsziel freikämpfen. Vor allem die realistische Grafik, sowie die umfangreiche Soundkulisse sorgen dabei für eine dichte Atmosphäre.

Call of Duty WW2 Kampagne: Linear und trotzdem abwechslungsreich

Der Singleplayer-Modus folgt zwar grundsätzlich einem linearen Pfad, dennoch ist die Kampagne dabei alles andere als langweilig. Vor allem die zahlreichen Schauplatzwechsel verleihen der Story eine abwechslungsreiche Note. Ob Landung in der Normandie, Schlacht in den Ardennen oder Brückensicherung am Rhein: Das Gameplay ist äußerst abwechslungsreich und lässt jeder der Einzelmissionen zu einem echten Unikat werden.

Abgerundet wird das Ganze von präzise gescripteten Ereignissen, sowie vereinzelten Rollenwechseln. Der cinematische Effekt des Spiels wird zudem durch gut geschriebene Dialoge unterstützt, die den Spieler noch tiefer in die Story eintauchen lässt. So plaudern die KI-Kameraden im Spiel auch Mal über ihr Alltagsleben, was dabei hilft, die Story in ihrer Gesamtheit zu intensivieren. Auf diese Weise kann der Spieler schnell eine Beziehung zu den Protagonisten aufbauen.

Fazit: Altes Erfolgsrezept trifft auf moderne Grafik

In der Gesamtbetrachtung zeigt sich sehr deutlich, dass die Entwickler mit der neuen Kampagne sprichwörtlich den Nagel auf den Kopf getroffen haben. So wird der Singleplayer-Modus den allgemeinen Erwartungen mehr als gerecht und lässt hinsichtlich der Atmosphäre absolut keine Wünsche offen, wie man im offiziellen Trailer sehen kann.

Ein kleiner Kritikpunkt ist allerdings, dass die Kampagne mit vier bis acht Stunden insgesamt etwas kurz ausfällt, was aber bei Titeln der Call of Duty-Serie keine Seltenheit darstellt.

Titelbild: ©iStock.com – scyther5

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Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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