4 Cloud Gaming Anbieter – Die Streaming Revolution in der Gaming Branche

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Analog zum Cloud Computing, also der Nutzung von IT-Anwendungen via Cloud, etablieren sich Cloud Gaming Anbieter, die den Kinderschuhen entwachsen und die das Spielvergnügen am externen Server bei geringer Latenzzeit und ohne lokaler Speicherung möglich machen. Die eigene Hardware wird geschont, indem die Hauptbelastung des Datenverkehrs an Serverfarmen delegiert wird. Um das Cloud Gaming-Angebot zu nutzen, können alte PCs und TV-Monitore reaktiviert und genutzt werden. Für die Verbindungskapazitäten sind die User selbst verantwortlich. Um den Überblick zu behalten und den richtigen Cloud Gaming Anbieter für die eigenen Bedürfnisse zu finden, werden die wichtigsten Vertreter mit ihren Vor- und Nachteilen im Folgenden beschrieben.

Welche Cloud Gaming Anbieter gibt es und was brauche ich dafür?

Bis Mitte 2020 haben sich vier Big Player etabliert:

    • PlayStation Now
    • GeForce Now
    • Shadow
    • Google Stadia
Voraussetzung für das Cloud Gaming allgemein ist eine stabile Internetverbindung und ausreichend Bandbreite; bei letzterer liegt die Mindestempfehlung bei 15 Mbit/s, sonst sind Latenzen und Aussetzer zu befürchten. Wenn ein 4K-Videostream ohne Ruckler läuft, dann ist die Verbindung auf jeden Fall für Cloud Gaming geeignet.

Anbieter #1: PlayStation Now

Dieser Anbieter bietet ausschließlich Konsolenspiele an und kann daher nicht von Mac- und Android-Usern benutzt werden; PlayStation Now wird ausschließlich mit einer Konsole oder einem Windows-PC bedient.
Sehr von Vorteil ist dieser Anbieter, wenn bereits Konsolen und/oder Gamepads angeschafft wurden, denn diese werden herstellerunabhängig angenommen. Die Spiele, jedenfalls die älteren, sind im Abopreis bereits inkludiert.

Anbieter #2: GeForce Now

Dieser Cloud Gaming Anbieter besticht zunächst durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, die grundlegenden Funktionen sind sogar kostenlos verfügbar, allerdings gibt es bislang nur die Beta-Version und für den Gratis-Gaming-Spaß muss man via Warteliste eingeladen werden.
Ebenso wird kritisiert, dass manche Publisher wie Activision (WoW, Call of duty), Square Enix (Tomb Raider) oder Bethesda (Doom, Wolfenstein) nicht verfügbar sind.

Anbieter #3: Shadow

Shadow hingegen bietet keine kostenlosen Möglichkeiten, jedoch steht in der Cloud ein PC bereit, der es ermöglicht, eigene Spiele zu installieren.
Die zur Verfügung gestellte Hardware ist sehr leistungsstark und gegen einen Aufpreis ist der Speicherplatz auf bis zu 1TB erweiterbar.
Allerdings sind vor der Anwendung der Spiele Downloads erforderlich, die Variante „Aufdrehen und gleich loslegen“ ist bei Shadow nicht zu haben.

Anbieter #4: Google Stadia

Ähnlich wie bei Shadow bietet Google Stadia eine kostenlose Zugriffsmöglichkeit, die Spiele können dann einzeln gekauft werden.
Bestechend sind die Plattformunabhängigkeit und der Umfang der „Premiere Edition“ – für 129EUR erwirbt man den speziellen Stadia Controller, einen Chromecast Utltra und drei Monate Mitgliedschaft für sich selbst und einen Freund („BuddyCard„).

Wie man nun zur richtigen Entscheidung kommt

Jeder Cloud Gaming Anbieter hat seine Eigenheiten und nun ist es an der Zeit, über das eigene Gaming-Verhalten nachzudenken. Wenn die Playstation schon längst als Gerät der Wahl etabliert ist, dann wäre die PS Now anzuraten, da die eigenen Konsolen wiederverwendbar sind. Wer vor einem Abo nicht zurückschreckt, ein bisschen Geduld bei Downloads aufbringt und die bereits vorhandenen Spiele integrieren möchte, ist mit Shadow am besten bedient. Ist der große Freundeskreis in der Gaming-Community zu finden, lohnt sich eventuell die Investition in die BuddyCard von Google Stadia. Und zum Reinschnuppern ist wohl GeForce Now die richtige Wahl, weil man mit ein bisschen Geduld sogar kostenlos an die Inhalte kommt. Beim Cloud Gaming gibt es weder gute noch schlechte Angebote – es gibt nur passende oder unpassende.
Titelbild: © iStock – GarikProst

Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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