Browsergames – die Alternative zu Konsole?

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Gaming ist heute längst nicht mehr an eine bestimmte Plattform gebunden – während manche gerne PlayStation 4 oder Switch spielen, zocken andere am Smartphone oder auf dem PC. Dabei muss es nicht einmal ein teurer Gaming-PC sein, denn längst bieten auch Browserspiele mehr als nur Unterhaltung für zwischendurch.

Ein Spieletrend in zwei Richtungen

Wenn sich in den letzten Jahren in der Spielebranche ein Trend fortgeführt hat, dann ist es die größere Spaltung des Spielemarktes. Vorangetrieben wurde das auch durch den Trend zum Mobile Gaming. Die Diskrepanz zwischen den sogenannten AAA-Titeln, also jenen Vollpreisspielen mit massivem Budget, und den günstigen oder kostenlosen Spielen wächst immer weiter, alleine dazwischen gibt es wenig. So stellen die großen Studios vorrangig Fortsetzungen und andere sichere Hits her, während Gelegenheitsspieler und alle, die weniger Geld ausgeben möchten, reichlich Alternativen haben. Kostenlose Browserspiele, Mobile Games fürs Smartphone und günstige Indiespiele brauchen keine High-End-Hardware, bieten dafür aber umso mehr Spielspaß.

Der Hunger nach Hardware – darum sind AAA-Spiele nicht für jeden

Ein Problem mit dieser Spaltung des Marktes trifft die Konsumenten aber nicht nur mit den Preisen der Spiele selbst, sondern auch in Bezug auf die anzuschaffende Hardware. Wenn Entwickler so viel Geld in die Software stecken und sich entsprechend wünschen, dass diese sich nicht nur besser anfühlt und mehr Spaß macht als die Konkurrenz, sondern vor allem auch besser aussieht, leiden häufig die Spieler. Denn die sollen dann neue Grafikkarten verbauen oder stets die neueste Konsolengeneration besitzen. Und das ist natürlich extrem teuer, diesen Spaß können und wollen viele Spieler nicht bezahlen.

Wer nur hin und wieder ein Spiel spielen will und den Spaß in den Vordergrund stellt, der braucht so viel Technik natürlich nicht. Denn gerade das Spielen direkt im Browser mag zwar nicht so opulent wirken, Gameplay und Faszination überzeugen aber dennoch. Gerade für weniger spieleaffine Spieler/Innen ist das Browserspiel häufig die richtige Wahl.

Das spricht fürs Gaming im Browser

Ganz allgemein lässt sich festhalten, dass Browsergames immer schöner, aufwendiger und besser werden. Aber auch abseits solcher Allgemeinaussagen gibt es konkrete Punkte, mit denen Browserspiele sich von allen anderen Spielen absetzen:

  • Die Zugänglichkeit: Browserspiele sind nicht nur schnell spielbar, sondern auch immer verfügbar. Der Browser reicht, um die Spiele abzurufen und zu spielen, einfacher könnte es nicht sein.
  • Die Kompatibilität: Wer nur ab und an ein wenig spielen möchte, der will sich nicht um Updates der Programme kümmern, geschweige denn um die neueste Hardware. Solange der Browser aktuell gehalten wird (generell eine gute Idee, um sicher zu surfen), gibt es auch mit den Browserspielen keine Probleme.
  • Perfekt neben der Arbeit: Mal kurz in der Pause die Gedanken schweifen lassen, einfach mal den Kopf freikriegen oder fünf Minuten Ablenkung finden, während der Partner auf Facebook herum hängt. Browsergames sind perfekt für nebenbei.
  • Spielspaß und Qualität: Da selbst bescheidenere Rechner heutzutage sehr leistungsfähig sind, sehen auch Browsergames immer besser aus. Wie auch Indiegames (also kleinere Spiele unabhängiger Entwickler) zeigen Browserspiele, dass die Qualität nicht an Hochleistungs-3D-Grafik gebunden ist, bestechen aber dennoch mit einem häufig sehr ansehnlichen Look oder bezauberndem Retrocharme.
  • Kostenfaktor 0: Der wohl wichtigste Aspekt für viele Spieler dürfte aber der Kostenpunkt sein. Browsergames sind meistens kostenlos und werden durch ganz normale Werbeanzeigen finanziert. Das bedeutet, dass jeder Spieler sofort den vollen Zugriff auf das ganze Spiel hat. Ganz ohne Einstiegshürden.

Browsergames als kompetentes und selbständiges Medium für Spiele

Sind Browsergames also der legitime Ersatz für aufwendige PC-Spiele und Konsolenspiele? Nein, aber das müssen und wollen sie auch nicht sein. Jede Plattform hat ihre ganz eigene Nische und Browsergames haben ihre Sparte gefunden. Sie sind schnell, leicht zugänglich, machen viel Spaß und bieten vom Hardcore-Gamer bis zum Gelegenheitsspieler jedem eine kurze Unterhaltung.

Titelbild: ©iStock.com – DaLiu

Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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