Virtual Reality Brillen im Kommen: Oculus Rift vs. Project Morpheus

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Die Oculus Rift war die erste VR-Brille, welche für den Massenmarkt beinahe tauglich schien. Während hier die Berichterstattung jedoch in der letzten Zeit deutlich nachgelassen hat, greift nun Sony, als der erste Hersteller diese Idee auf. Mit dem Project Morpheus will der Konzern für seine Konsolen eine VR-Brille auf den Markt bringen, welche als Zubehör zur Konsole ein vollkommen neues Spielerlebnis bieten soll.

Inspiration durch die Oculus Rift

Schaut man auf die Werte und Funktionen steht ausser Zweifel, dass sich Sony bei seiner neuen VR-Brille stark von der Konkurrenz hat inspirieren lassen. Doch von Konkurrenz möchte hier niemand sprechen. Sowohl die Entwickler von Sony, als auch die Entwickler der Rift finden nur positive Worte für den jeweilgen Konkurrenten. Dies liegt vor allem daran, dass von der Neuentwicklung von Sony beide stark profitieren könnten. Denn erst wenn die Virtual Reality Brillen tauglich für den Massenmarkt werden und für entsprechende Absatzzahlen sorgen, kann die Entwicklung hier stärker vorran schreiten.

Mehr Design als Funktion

Wenn man die VR-Brille von Sony betrachtet stellt man schnell fest, dass hier defintiiv mehr Augenmerk auf das Design der Brille gelegt wurde. Während die Rift vor allem wie eine überdimensionale Skibrille wirkt, ist die Brille des Project Morpheus eher ein schmales und elegantes Designstück. Allerdings wird dieses schmale Design auch durch einige technische Mängel eingeschränkt.

Während die Rift bei der Technik der Bildschirme auf die moderne und knackig scharfe OLED Technologie setzt, nutzt Sony für seine VR-Brille noch herkömmliche LED-Technik. Diese bietet jedoch einige Nachteile.

Bei der OLED-Technologie können auch einzelne Bilder nur für sehr kurze Zeit dargestellt werden, so dass bei Bewegungen das Bild trotzdem scharf dargestellt werden kann. Dies kann von herkömmlicher LED-Technologie nicht geleistet werden, so dass die Bilder auf der Sony-Brille bei schnellen Bewegungen verschwimmen können. Dies kann nicht nur irritieren, sondern auch die Nutzung der Brille deutlich einschränken, da hierdurch viel schneller Kopfschmerzen bei den Spielern auftreten können.

Sony dennoch stark im Vorteil

Im direkten Vergleich überzeugt jedoch das Konzept von Sony deutlich stärker. Denn im Vergleich der Virtual Reality Brillen ist nicht nur die Auflösung, sondern auch die Funktionalität und die Einsatzbandbreite entscheidend. Das schmale Design und die vielen Einstellungsmöglichkeiten bei der VR-Brille von Sony überzeugen hier vor allem durch den hohen Komfort. Die guten Sensoren und die exakte Abfrage der Spielerbewegungen sind hier einen ganzen Schritt weiter, als bei der Konkurrenz.

Darüber hinaus verfügt Sony natürlich über eine große Anzahl von Spielen und Entwicklern, welche sich exakt um Spiele kümmern können, welche die neue VR-Brille unterstützten sollen. Diese Marktmacht kann von der Oculus Rift kaum gebrochen werden. Allerdings steht das Project Morpheus nur Besitzern einer Konsole von Sony zur Verfügung, so dass die Rift immer noch ein breites Kundensegment zur Verfügung steht.

Ein Trend mit echter Zukunft

Vergleicht man beide Virtual Reality Brillen stellt man schnell fest, dass in diesem Bereich noch ein unheimlich starkes Potential steckt. Wird hier die Entwicklung weiter vorran getrieben, steht uns in den nächsten Jahren ein vollkommen neues und deutlich intensiveres Spielerlebnis ins Haus. Beide Entwickler müssen jedoch noch mit dem Problem fertig werden, dass viele Spieler bei der Nutzung der Brillen über Übelkeit oder Orientierungsschwierigkeiten berichten. Sind diese Probleme behoben könnten solche Brillen das Spielen an Computer und Konsolen auf ein vollkommen neues Niveau heben.

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Bildquelle: Stefano Tinti / Shutterstock.com

Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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