Neuer Siri-Konkurrent: Yahoo entwickelt digitalen Helfer

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Auch Menschen, die noch nie ein iPhone in der Hand hatten, ist der Sprachdienst Siri ein Begriff. Der hohe Nutzen und die angenehme Funktionalität dieses Dienstes lockt jedoch auch Konkurrenten auf den Plan, die mit eigenen Diensten Apple Konkurrenz machen wollen. Nun steigt auch Yahoo in diesen Konkurrenzkampf ein und möchte gemeinsam mit namhaften Forschern eine echte Alternative mit erweiterten Fähigkeiten entwickeln.

Professionelles Know-How nutzen

Während über die Entwicklung von Apples Assistenzsoftware nicht viel bekannt wurde, stellt sich der Internet-Riese Yahoo nun dieser Herausforderung. Anstatt selber zu forschen oder Forscher aus den unterschiedlichsten Bereichen in die eigenen Reihen zu locken bietet der Konzern der großen und bekannten Carnegie Mellon University (CMU) eine Partnerschaft in diesem Bereich vor. Die Auswahl der Universität ist dabei nicht zufällig erfolgt. Viele Forscher dieser Universität forschen bereits seit einigen Jahren an den verschiedensten Bereichen der Mensch-Maschinen-Kommunikation und können aus diesem Grund bereits auf einen breit aufgestellten Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Große Finanzspritze für die Universität

Mit 10 Millionen Dollar unterstützt der Konzern Yahoo nun das Projekt „InMind“ der Forschungsgruppe für Maschinenlernen an der Carnegie Mellon University, um gemeinsam mit den Forschern eine direkte und effektivere Konkurrenz zu Siri zu entwickeln. Dabei soll vor allem der Kommunikationsaspekt stärker in den Vordergrund treten. Während Apples Assistenzsystem vor allem Nutzerbefehle interpretiert und ausführt, soll das neue Programm in der Lage sein auch in bestimmten Situationen nachzufragen und auf die Stimmungen und Launen des Benutzers zu reagieren.

Dass eine solche Assistenzsoftware noch weit von der Marktreife entfernt ist, steht zur Zeit noch außer Frage. Doch die Ansätze der Forscher der CMU klingen bisher durchaus positiv. „Um einen Assistenten wirklich zu personalisieren, muss man auch die Gemütslagen und Überzeugungen einbeziehen“, lässt sich die Leiterin der InMind-Forschungsgruppe, Justine Cassell, zitieren.

Perfekte Grundlagen für die Forschung

Durch die Kooperation zwischen der Universität und dem großen Internetkonzern bieten sich den Forschern vollkommen neue Möglichkeiten und Technologien. Denn nicht nur die 10 Millionen Dollar Forschungsgeld werden die Forschung in diesem Bereich voran bringen, sondern auch der direkte Zugriff auf die Daten und Algorythmen des Intenetriesen werden eine breite Datenbasis für die Entwicklung bieten. So können die Forscher auf viele Bereiche zugreifen welche ihnen vorher nicht zugänglich waren.

Darüber hinaus bieten die mehr als 1000 Studenten der Universität ein ausreichend diversifizierendes Testpublikum für die verschiedenen Entwicklungsstufen der Assistenzsoftware. Dem entsprechend gespannt darf man auf die ersten Ergebnisse dieser, hoffentlich fruchtbaren, Kooperation sein. Denn die CMU hat bereits dank verschiedener Projekte in diesem Bereich ein Grundlagenwissen, welches viele Forschungen deutlich erleichtern wird.

Auf zu neuen Ufern

Während es in den letzten Jahren um den großen Konzern eher still geworden war, möchte dieser nun mit neuer Technologie und neuem Ehrgeiz wieder in der Branche zu den Großen gehören. Dank der Kooperation mit den herausragenden Forschern und Studenten der Carnegy Mellon University besteht nun die perfekte Chance, sich als direkter Konkurrent zu Apples Siri aufzubauen und die Nutzung des Internets und des Computers zu revolutionieren. Ob und in welchem Maße dieses Vorhaben gelingen mag, hängt hierbei vor allem an den Fähigkeiten der Forscher der CMU eine hoch entwickelte Konkurrenz zu erschaffen. Die Grundlagen für einen Erfolg sind auf jeden Fall vorhanden.

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Bildquelle: Mihai Maxim / Shutterstock.com

Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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