De-Mail: Neue Sicherheit in der elektronischen Kommunikation

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Noch führt die De-Mail ein Schattendasein. Doch schon bald wird die De-Mail weit verbreitet sein, weil diese Form der elektronischen Kommunikation Rechtssicherheit und Datenschutz gewährleistet.

Rechtssichere Korrespondenz mit De-Mail-Adressen

Für viele Menschen und Unternehmen ist die gewöhnliche E-Mail eine Selbstverständlichkeit. Im Falle eines Rechtsstreits kann das teuer werden: Denn der Rechtsgeber schreibt enge Grenzen vor, wann ein Schriftstück als rechtssicher gilt. Nach gegenwärtiger Rechtslage gelten Briefe als rechtssicher zugestellt, wenn sie per Einschreiben auf dem Postweg an den Empfänger gelangen. In diesem Fall muss der Empfänger den Empfang durch seine Unterschrift bestätigen und sich in bestimmten Fällen persönlich ausweisen. Spätere Behauptungen, das Schreiben nicht erhalten zu haben, finden vor Gericht kein Gehör.

Bei der herkömmlichen E-Mail fehlt diese Sicherheit, denn hier wird weder der Empfang eindeutig und fälschungssicher bestätigt noch kann garantiert werden, dass nur die berechtigte Person Zugriff auf die E-Mail und ihre Inhalte erhält. Diese Lücke füllt die De-Mail. Die rechtssichere Zustellung wie beim Einschreiben wird mit den Vorteilen der E-Mail verbunden. Nicht zuletzt leistet die De-Mail damit einen großen Beitrag zum Datenschutz. Denn die Mail ist vor fremden, unbefugten Blicken durch Verschlüsselung bestens geschützt.

So funktioniert die De-Mail

Für den Benutzer ändert sich bei der De-Mail nicht viel. De-Mails werden wie eine gewöhnliche E-Mail verschickt. Alle Maßnahmen, die der zusätzlichen Sicherheit Rechnung tragen, laufen im Hintergrund ab, sodass sich der gewöhnliche Benutzer keine Gedanken darüber machen muss.

Die Sicherheit von Kommunikation und Daten wird durch die besondere Infrastruktur der Anbieter gewährleistet, die wiederum strengen gesetzlichen Vorgaben unterliegen und von staatlichen Stellen kontrolliert werden. So müssen unter anderen die Server, über die Korrespondenz per De-Mail abgewickelt werden in Deutschland stehen und besonders gegen Angriffe abgesichert sein. Damit die De-Mail nicht auf dem Weg durch Internet manipuliert oder mitgelesen werden kann, wird sie vom Sender bis zum Empfänger verschlüsselt verschickt.

Das Einrichten einer De-Mail-Adresse ist kinderleicht

Wer die Vorteile der De-Mail nutzen möchte, braucht ein De-Mail-Konto. Unter anderem bietet der Anbieter 1&1 solche besonderen Konten an.

Die Einrichtung eines De-Mail-Kontos kann leicht und schnell über die Internetseiten der Anbieter vorgenommen werden. Die wichtigste Entscheidung ist dabei, wie denn die De-Mail-Adresse tatsächlich lauten soll. Grundsätzlich besteht jede De-Mail-Adresse aus drei Teilen: Zunächst folgt der Name des Benutzers. Das at-Zeichen (@) schließt den Namen ab. Es folgt die sogenannte De-Mail-Domain. Bei Privatkunden ist hier der Anbieter der De-Mail zu finden, Firmen und Unternehmen können jedoch eigene Domains kreieren, sodass hier der Firmenname verwendet werden kann. Abgeschlossen wird die De-Mail-Adresse durch das Kürzel de-mail.de. So lautet eine vollständige De-Mail-Adresse vorname.name@meine-firma.de-mail.de.

Ist die Adresse festgelegt, müssen zum Vertragsabschluss die üblichen Daten angegeben werden. Abgeschlossen wird der Vorgang durch die persönliche Identifizierung des Kunden, die je nach Anbieter durch das Home-, Shop- oder Post-Ident-Verfahren erfolgen kann. Durch diese Verfahren wird sichergestellt, dass niemand ein De-Mail-Konto unter fremden Namen anlegt.

Die sichere E-Mail der Zukunft

Trotz der unbestreitbaren Vorteile, die die De-Mail gegenüber der E-Mail bietet, hat sie sich bei den Verbrauchern und Unternehmen noch nicht durchgesetzt. Es ist aber eine Frage der Zeit, wann sie zur Selbstverständlichkeit wird – denn Rechtssicherheit ist in der elektronischen Kommunikation ohne De-Mail nicht zu haben. Das ist der große Vorteil, der ihr zum Durchbruch verhelfen wird.

Titelbild: © istock.com – Rawpixel Ltd

Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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