Digitalisierung in der Arbeitswelt: Welche Berufe haben Zukunft?

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Die zunehmende Digitalisierung verändert die Arbeitswelt rasant. Täglich entstehen neue Aufgabenfelder, andere brechen einfach weg. Welche Berufe haben Zukunft?

Im Netz die Welt erobern

Wer im Business Erfahrung besitzt und den berühmten „digitalen Daumen“ sein Eigen nennt, hat immer mehr Erfolg. Die Wirtschaft sucht nach derartigen Fachkräften. Es sind Talente, die genau wissen, wie man über die sozialen Netzwerke Kunden erreicht, die Wertschöpfung erhöht und Abläufe vereinfacht. Aus den Unmengen digitaler Daten und Spuren, die die Kunden im Netz hinterlassen, kann der ideale Angestellte deren Bedürfnisses analysieren.

Digitale Geschäftsmodelle entstehen, sogar eine eigene Karriere als Selbständiger wird einfach möglich. Der Bedarf an Digitalfachleuten steigt ständig. Nach einigen Studien, wie der „The Digital Talent Gap“, fehlt einem Großteil der Unternehmen eine Menge digitales Wissen. Viele Befragte räumen ein, dass die digitale Umwandlung ihnen einige Vorteile im Wettbewerb verschaffen kann.

Ein Jobparadies für digitale Könner

Seit 2012 bringt die Digitalisierung allein in Deutschland pro Jahr ca. 2 Millionen neue Jobs hervor. IT, Produktion und Internet wachsen immer mehr zusammen. Ein Paradies für Programmier- und Softwarespezialisten entstand, unter anderem für Cloud Specialists, Data Scientists oder App Developer. Berufe mit Zukunft, die es erst seit wenigen Jahren gibt. Dauernd kommen neue Berufsbilder hinzu, an die vor kurzer Zeit niemand gedacht hat. Die nachfolgend genannten Jobs gelten als ausgesprochen zukunftsträchtig.

  1. Der Big Data Scientist analysiert Daten und entwickelt daraus neue Geschäftsmodelle.
  2. Der Category Manager organisiert das Sortiment eines Online-Shops.
  3. Der Chef Digital Officer (CDO) arbeitet als oberster Digitalisierungsmanager einer Firma.
  4. Ein Content Marketing Manager kümmert sich um Werbung, Kundendialog. Er ist praktisch „Chefredakteur“ des Unternehmens.
  5. Der Data Strategist organisiert die Leitlinien für den Umgang mit Daten.
  6. Ein Feel Good Manager gilt als moderne Variante des Personalmanagers.
  7. Der Netzplaner kümmert sich um die Energieversorgung. In den Zeiten alternativer Energien ein grundlegender Job.
  8. Produktionsingenieure leiten und überwachen Arbeits- und Herstellungsprozesse.

Weitere interessante Berufe mit Zukunft sind die des Security Managers, des Social Media Managers und des Operations Managers.

Menschliche Probleme werden durch die Digitalisierung nicht kleiner

Berufe mit Zukunft liegen aber auch in den vielen Problembereichen, die die digitale Arbeitswelt jetzt schon tagtäglich hervorbringt. Auch sie werden durch die Digitalisierung mehr an Gewicht gewinnen. Menschen in den Industriestaaten vereinsamen, es entstehen psychische Probleme. Hier werden Berater benötigt, Gruppenleiter und Betreuer. Das Gemeinschaftsgefühl und das Zusammensein kann nicht durch Technik oder ehrenamtliche Tätigkeit ersetzt werden.

Weiterhin wird zum Teil jetzt schon wieder mehr Wert auf individuelles Handwerk gelegt. Auch hier ist in der Zukunft damit zu rechnen, dass angestammte Handwerksberufe gefragt sind, z.B. Zimmermann, Steinmetz oder Tischler. Die Digitalisierung wird nicht alle Menschen ansprechen, es werden sich zunehmend alternative Lebensformen in Einklang mit der Umwelt entwickeln. Hier sind Gärtner oder Viehzüchter ausgesprochene Berufe mit Zukunft.

Die Arbeitswelt verändert sich

Die digitale Revolution verändert die Welt der Arbeit. Welche Berufe haben Zukunft? Erst einmal solche, die direkt mit der Digitalisierung im Zusammenhang stehen. Internet- und Computerfreaks besitzen allerbeste Grundlagen dazu. Gleichzeitig, und das ist jetzt schon absehbar, werden auch andere Berufe mehr Gewicht erhalten. Die psychische Betreuung von Menschen in allen Lebenslagen wird zunehmen, weiterhin wird individuelle Handarbeit als Gegenpol zur Digitalisierung Fachleute brauchen. Die genaue Zukunft kann allerdings niemand vorhersehen.
Titelbild: ©istock.com – peshkov

Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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