Schlafphasenwecker: Apps für sanftes Aufwachen

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Wohl jeder kennt das Problem, trotz vieler Stunden erholsamen Schlafes schon früh am Morgen nach dem Aufstehen komplett gerädert zu sein. Grund dafür kann sein, dass der Wecker sein Werk in der gänzlich falschen Schlafphase verrichtet. Mit speziellen Schlafphasenweckern soll das besagte Problem nun aber endlich der Vergangenheit angehören.

Die Schlafphasen im Überblick

Die Medizin unterscheidet zwischen drei verschiedenen Hauptschlafphasen, von denen zwei in jeweils zwei Unterschlafphasen unterteilt sind. Bei den insgesamt fünf Schlafphasen handelt es sich um die Leichtschlafphasen 1 und 2, die Tiefschlafphasen 2 und 3 und die sogenannte REM-Phase (REM = Rapid Eye Movement). Zwischen den jeweiligen Schlafphasen, die Schlafende die Nacht hindurch zumeist mehrmals durchlaufen, kommt es in der Regel immer wieder zu Momenten, in denen sie sich im Halbschlaf befinden.

Man spricht bei diesen Momenten entsprechend zur Schlaftiefe auch gerne von „Fast-Wach-Momenten„. Wie auf der Hand liegen dürfte, wären eben diese Momente die besten Zeitpunkte zum Wecken des Schlafenden. Da der Wechsel zwischen den einzelnen Schlafphasen keinem festen Rhythmus unterliegt, ist es jedoch unmöglich, eine feste Weckzeit festzulegen, die genau in einen Fast-Wach-Moment fällt.

Die Funktionsweise von Schlafphasenweckern

Es gibt zwei Möglichkeiten oder Methoden, die Schlafphasen zu ermitteln, in denen sich Schlafende aktuell Schlafender Mannbefinden. Die erste Methode ist, die Schlafphase anhand der Gehirnaktivität zu ermitteln. Bei der zweiten Methode werden hingegen die physischen Körperbewegungen des Schlafens erfasst und ausgewertet. Der Grundgedanke bei dieser Methode ist, dass der Körper sich während den Tiefschlafphasen kaum bewegt.

Selbstverständlich ist die erstgenannte Methode deutlich präziser als die Zweitgenannte. Allerdings kann sie an sich nur in einem gut ausgestatteten Schlaflabor umgesetzt werden. Die zweite Methode kann hingegen jeder für sich zu Hause anwenden. Alles, was es hierfür bedarf, ist ein einfacher Bewegungsmesser und ein Schlafphasenwecker oder aber eine entsprechende App für das Smartphone.

Video: iOS Schlafphasenwecker Test

Kann jedes Smartphone als Schlafphasenwecker dienen?

Damit das Smartphone für sich alleine als Schlafphasenwecker dienen kann, muss es über einen eigenen Bewegungssensor verfügen, was bei neueren Modellen zumeist auch tatsächlich der Fall ist. Bei älteren Modellen ohne Bewegungssensor muss auf einen externen Bewegungssensor zurückgegriffen werden. So zum Beispiel auf ein sogenanntes Fitness-Armband, das entweder über ein Kabel oder aber per Funk, via Bluetooth oder WiFi mit dem Smartphone gekoppelt wird.

Ein Vorteil eines Armbands oder eines entsprechenden Brustgurts ist dabei, dass es sich der Erfahrung nach deutlicher komfortabler als mit einem Smartphone schlafen lässt. Das gilt zumindest dann, wenn das Armband oder der Brustgurt ohne störendes Kabel an das Smartphone angeschlossen wird. Zudem fällt die Bewegungserkennung mit eigenständigen Bewegungsmessern in der Regel doch noch genauer als mit einem Smartphone aus.

Ungeachtet dessen besteht kein Grund zur Sorge, dass das Smartphone während des Schlafens beschädigt wird. Allerdings sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das Armband auch tatsächlich mit dem Smartphone und der betreffenden App kompatibel ist.

Worauf muss bei Schlafphasenweckern und entsprechenden Apps geachtet werden?

Zunächst muss darauf geachtet werden, dass das Smartphone und die App miteinander kompatibel sind. Bei der Verwendung eines eigenständigen Bewegungssensors gilt es selbstverständlich, auch auf eine diesbezügliche Kompatibilität zwischen Smartphone, App und Sensor zu achten. Außerdem verdient Beachtung, ob das Wecken durch ein Weckgeräusch, dezente Vibrationen oder eine Kombination aus beidem erfolgt. Außerdem bleibt beim Stellen eines Schlafphasenweckers zu bedenken, dass das Wecken nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt, sondern innerhalb eines vorab festgelegten Zeitraums erfolgt.

Titelbild: © istock.com – MaxRiesgo

Textbild: © istock.com – Jacob Ammentorp Lund

Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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