Lernroboter Dash – Wie Kinder spielend Programmieren lernen können

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Ein Start up Unternehmen aus dem Silicon Valley hat für Kinder zwischen 5 und 12 Jahren einen Lernroboter auf den Markt gebracht, der die Neugier für neue Technologien wecken und als Lehrmaterial im Bereich der Robotik und Programmierung dienen soll.
Lernroboter Dash hört auf Blockly, eine visuelle Programmiersprache aus dem Hause Google.

Wie ist der Lernroboter Dash aufgebaut?

Der Lernroboter Dash sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus, was unter anderem an der hellblauen Farbe liegen mag. Folgende Sensoren und Ausrüstungen bestimmen sein Innenleben:

    • 3 Mikrofone
    • 1 Lautsprecher
    • Beleuchtung der Augen: 12 weiße LEDs
    • Beleuchtung der Ohren: RGB-LEDs
    • Projektor: RGB-LEDs (in der Brust)
    • Rücklicht: Rote LEDs
    • 4 Infrarot-Transmitter
    • 3 Entfernungsmesser: 30,48 cm Reichweite
    • 2 Infrarot-Empfänger zur Erkennung des Roboters

Das Kind entdeckt nach und nach die vielfältigen Möglichkeiten des kleinen blauen Wunders.
Mit Legosteinen oder anderem Zubehör kann Dash umgebaut werden und bleibt dabei erweiterungsfähig. Dash kann sich nach Anweisung bewegen, Musik spielen, Videos mit dem Smartphone aufnehmen und einiges mehr. Die Programmentwicklung erfolgt über iPhone, Tablet oder Smartphone.

Aus dem Alleinunterhalter wird ein Spaß-Duo

Die Ergänzung zum Lernroboter Dash ist sein Kumpel Dot. Auch Dot ist ein interaktiver Roboter. Während Dash Gegenstände und Hindernisse erkennt und entsprechende Aktionen ausführt (hochheben, aufheben, zeichnen, Musik spielen, etc ) beschränkt sich der kleine, runde, einrädrige Dot auf das Erkennen, wenn er bewegt oder gehoben wird. Er ist aber in der Lage, Befehle an Dash zu geben, Geschichten zu erzählen und dabei blinkend Töne zu erzeugen.

Dash erkennt, wann Dot anwesend ist und nimmt seinen kleinen Freund mit dem Schaufelzubehör auf die Schippe. Im Duett treten die beiden mit ihrer Umgebung in Kontakt, blinken, filmen, zeichnen und unterhalten die Kinder in ihren ersten Robotikworkshops.

Bereicherung des Lehrplans und des Kinderzimmers?

Mit Dash und Dot im Doppelpack ergeben sich für Eltern und Lehrer ganz neue Perspektiven, wie bei Kindern und Schülern das Interesse für Programmierung und Robotik geweckt werden kann. Über iOS oder Android Download können die beiden mit der App Go programmiert werden. Blockly ist geeignet für Kinder ab 8 Jahren, da die Eingabe von Steuerbefehlen über farbige Blöcke ausgewählt wird. Die Anwendung ist erweiterungsfähig.

Mit zunehmendem Alter kann der Lernprozess angepasst und komplexere Programmierungen vorgenommen werden.

Doch brauchen Kinder den Lernroboter Dash? Oder fehlt es Kindern heute generell an Zeit zum phantasievollen Spielen, weil schon im Kindergarten mit dem Lernen begonnen und die Freizeitgestaltung „sinnvoll“ durchorganisiert wird? Gibt es noch ein Leben ohne App?

Das Lernziel stets im Hinterkopf

Die Revolution im Kinderzimmer hat längst begonnen und ist nicht aufzuhalten. Technik affine Erwachsene werden den ihnen anvertrauten Kindern den Lernroboter nicht vorenthalten wollen. Dennoch sollten wir uns kritisch hinterfragen, ob wir nicht übertreiben, wenn wir permanent Lernziele, seien sie auch noch so cool verpackt, ins Kinderzimmer schmuggeln und die Förderung des Nachwuchses damit auf die Spitze treiben. Deshalb, liebe Erwachsene, lasst die Kinder einfach mal „nur“ spielen!
Titelbild: ©istock.com – jandrielombard

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Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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