Die Zukunft mit Virtual Reality – Wie die Technik unser Leben verändern wird

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Bereits seit vielen Jahren wird die Virtual Reality in vielen Bereichen verwendet, um etwa Architektur und Maschinenbau in drei Dimensionen zu ermöglichen. Für den privaten Gebrauch war die Technologie bislang aber noch viel zu kostspielig. Durch die Entwicklung schneller Prozessoren, neuartiger Displays und dem gesunkenen Preis könnte sich das jedoch in absehbarer Zukunft rasch ändern.

Das Eintauchen in neue, unbekannte Welten

Virtual Reality oder künstliche Realitäten haben die Menschheit bereits seit Langem fasziniert. Die bekannteste Darstellung dürfte wohl das Holodeck sein, das Millionen von Fans der Star-Trek-Reihe in seinen Bann zog. Doch bereits Jahre zuvor schuf etwa der Science-Fiction-Autor Philip K. Dick Klassiker der Literatur wie „Die drei Stigmata des Palmer Eldritch„, in denen Menschen sich in künstliche Realitäten versetzen. Und bereits seit Anfang der 90er Jahren beschäftigt sich die Forschung mit den Möglichkeiten, diesen Traum technologisch umzusetzen.

Aus dieser Zeit stammen Konzepte wie eine Kombination aus einer Brille mit Bildschirmen für die 3D-Sicht und ein Datenhandschuh für die Eingabe, die 1992 durch den Hollywoodfilm „Der Rasenmäher-Mann“ erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und bekannt gemacht wurden.

Obwohl seitdem zahlreiche Prototypen entwickelt wurden, scheiterte die Serienreife jedoch fast immer an den hohen Kosten. Jetzt – nach über 20 Jahren – steht jedoch erstmals die notwendige Hardware zu einem Preis zur Verfügung, der Virtual Reality für einen breiten Kundenkreis interessant macht.

Virtual Reality erobert die Haushalte

Mit der zunehmenden Miniaturisierung der Technik zu günstigen Preisen, die durch die weite Verbreitung von Smartphones möglich wurde, stehen die virtuellen Welten heute erstmals allen Interessierten zur Verfügung. Bereits für wenige Euro sind Kits auf dem Markt erhältlich, mit denen sich ein konventionelles Gerät für beeindruckende 3D Animationen wie Achterbahnfahrten oder Drohnenflüge mit Rundumblick um 360 Grad nutzen lässt.

Video: Virtuelle Realität


Konzerne wie Google und Samsung und zahlreiche kleine Start-ups arbeiten fieberhaft an speziellen Datenbrillen, die sich gezielt an private Verbraucher richten. Gleichzeitig widmen sich auch immer mehr Softwareunternehmen und Filmproduzenten wie Pixar und Dreamworks den Möglichkeiten und werden in Zukunft für ein breites Angebot an Unterhaltungsmedien und Programmen sorgen. Die Möglichkeiten gehen jedoch weit über neuartige Spiele und Filme hinaus – wer etwa in wenigen Jahren sein Haus neu ausstatten möchte, könnte mithilfe entsprechender Anwendungen schon einmal einen virtuellen Rundgang durch die gewählte Einrichtung machen.

Neue Möglichkeiten in allen Bereichen

Die Anwendung der Virtual Reality ist dabei so vielfältig, dass sich mittlerweileVirtual Reality Doktor nahezu jede Branche für das Thema interessiert. Kommunikationsunternehmen arbeiten an neuen Möglichkeiten, Videokonferenzen zu realisieren, bei denen sich die Teilnehmer wie im echten Leben gegenübersitzen. Auf Messen können Aussteller über Videobrillen Produkte realitätsnah präsentieren, die in ihrer Anzahl oder Größe in keiner Halle Platz finden würden.

In der Wissenschaft eröffnen sich neue Ansätze, die von der Archäologie über den Maschinenbau und die Architektur bis hin zu der Mikrobiologie genutzt werden können. Die Verschmelzung von Realität und Virtual Reality wiederum ist in der Lage, den gesamten Alltag zu revolutionieren. Einen ersten Schritt in diese Richtung hat Google mit seinem Brillenaufsatz Google Glass gemacht. Über diesen können Informationen zu Objekten oder Navigationshilfen eingeblendet und Fotos und Videos aufgenommen werden.

Virtual Reality – das Smartphone der Zukunft?

Seit Apple mit dem iPhone das erste Smartphone für den Heimgebrauch auf den Markt gebracht hat, sind nicht einmal zehn Jahre vergangen. Experten gehen zwar davon aus, dass sich die Virtual Reality nicht so schnell ausbreiten wird – einen massiven Ausbau bezweifelt jedoch niemand. Immerhin besitzt sie ein ungeheures Potenzial, das mittelfristig den gesamten Alltag vom Beruf bis zum Privatleben verändern könnte.

Titelbild: © istock.com – tonefotografia

Textbild: © istock.com – SKapl

Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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