Besonderheiten vom neuen Android 5.0 Betriebssytem Lollipop

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Im November 2014 spendiert Google seinen Android-Nutzern eine neue Android-Version. Im Gegensatz zu den letzten Versionen und Updates bietet die Version mit dem Namen Lollipop und der Versionsnummer 5.0 einige weitreichende Veränderungen sowohl im Design, als auch in der Architektur. Dabei steht vor allem die Sicherheit der Geräte bei diesem Update im Vordergrund.

Änderungen an der Sicherheit – Schrecken für Entwickler und Individualisten

Zunächst einmal muss gesagt werden, dass Google mit dem Schritt zu Android 5.0 Lollipop diesmal einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht hat. Während viele ältere Versionen durch Updates zwar immer sicherer wurden, gab es dennoch viele Lücken, über die ins System eingedrungen werden konnte. Das eröffnete aber auch Entwicklern und Individualisten die Möglichkeit sich Root-Zugriff auf ihr Gerät zu verschaffen und somit tief in die Systemarchitektur einzutauchen. Bei Android Lollipop ist dies nun deutlich schwieriger, wenn auch nicht vollkommen unmöglich. Das System ist bereits von Haus aus so stark abgesichert, dass man mit normalen Bordmitteln nicht bzw. kaum in der Lage ist so tief in die Systemarchitektur einzutauchen. Ein echter Vorteil für normale Nutzer, da sich damit die Sicherheit des Betriebssystems schlagartig massiv erhöht hat.

Google stellt vor: Nexus 6, Nexus 9, Android 5.0

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Neues Design für eine bessere und leichtere Bedienung

Neben der Sicherheit haben sich die Entwickler bei Android Lollipop auch Gedanken über eine intuitivere und leichtere Bedienbarkeit des Systems gemacht. Dabei haben sie eine vollkommen neue Oberfläche erschaffen, welche unter der Bezeichnung Material Design geführt wird. Hierbei wird ein deutlich dreidimensionaler Ansatz eingeführt, der in Kombination mit kräftigeren und vor klareren Farben eine Orientierung innerhalb der Oberfläche erleichtern soll.

Dabei änderten sich sowohl die verschiedenen Buttons, als auch Anzeigen von zum Beispiel neuen Nachrichten für einen einheitlichen Look. Auch die Bedienung bestimmter Elemente musste sich dem neuen Design unterordnen. So sind die beliebten Quick-Toggles, welche zum direkten Aus- und Einschalten von Funktionen wie Wlan etc. verwendet wurden, nun über eine doppelte Wischgeste vom oberen Displayrand erreichbar. Ob und wie gut diese neuen Bedienelemente bei den Kunden ankommen werden, wird sich erst im Laufe der Zeit herauskristallisieren.

Ein gewaltiger technischer Fortschritt

Die wohl größte Veränderung beim neuen Android 5.0 Lollipop hat sich allerdings unter der Haube des Betriebssystems getan. Denn Google hat das neue Android ganz klar auf Leistung getrimmt und hier einiges erreicht. Für Entwickler stehen bei diesem Betriebssystem über 5000 neue APIs zur Verfügung, welche es ermöglichen die verschiedenen Funktionen von Android noch besser und effektiver nutzen zu können. So unterstützt Lollipop bereits nativ 32- und 64-Bit-Prozessoren mit den verschiedensten Architekturtypen.Google Android Lollipop

Diverse, für den Endanwender direkt spürbare Veränderungen in der Akkuleistung sind unter der Bezeichnung Projekt Volta zusammengefasst worden. Darunter fallen unter anderem eine neue JubScheduler API, welche in der Lage ist verschiedene Tasks mit unterschiedlicher Wichtigkeit zu bezeichnen oder diese nur bei bestimmten Akkuständen auszuführen. Somit kann die Akkuleistung durch die API spürbar verbessert werden. Dank neuer Kamera-API soll die Kamerafunktionalität nochmals deutlich verbessert und den Entwicklern die Möglichkeit geboten werden effektiv auf die verschiedenen Möglichkeiten der Kamera einwirken zu können. Dank verbesserter Audio- und Multimedia-Funktionen wird die Klangwiedergabe verbessert und das ruckelfreie Abspielen von Multimedia-Inhalten nochmals optimiert.

Ein großes Update mit enormem Potential

Wenn im November die ersten Geräte mit Android 5.0 Lollipop ausgeliefert werden und das Betriebssystem zum Download bereitsteht, wird sich zeigen, wie gut oder effektiv die versprochenen Änderungen umgesetzt wurden. Die Ankündigungen klingen zumindest erst einmal ziemlich verlockend und könnten das neue Android für eine große Nutzergruppe noch interessanter machen.

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Titelbild: © iStock.com/bizoo_n
Textbild: © iStock.com/zdravkovic

Über den Autor

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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