Google Easter Eggs: Kurioses im Überblick

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Mal eben ein kleines Spielchen nebenbei oder den Bildschirm um seine eigene Achse rotieren lassen? Kein Problem, denn mit den richtigen Suchanfragen lassen sich so manche versteckte Easter Eggs in der Google Suche auslösen. Und zu speziellen Jubiläumstagen wird nicht nur der eigenen Suchmaschinen, sondern auch vielen Künstlern gedacht.

Schluss mit der Langeweile – ein Spielchen für zwischendurch

Breakout gehört zu den ersten kommerziellen Erfolgen in der Computerspielbranche und ist mit Sicherheit einer der absoluten Klassiker der Branche. Zu seinem 37. Geburtstag hat sich Google die Hommage an das Spiel erlaubt, dessen Hardware einst von niemand anderem als Apple-Gründer Steve Jobs zusammengeschraubt wurde. Für ein Spiel reicht die Suche nach Atari Breakout und ein anschließender Klick auf Bilder – schon startet eine leicht modernisierte Version, bei der sich Bildblöcke zerplatzen lassen. Auch das Kultspiel Pacman lässt sich sofort aufrufen – einfach den Namen in die Suchmaske eingeben und „Auf gut Glück“ anklicken, schon startet das kleine gelbe Männchen mit seiner Jagd durch das Labyrinth. Eine eigene Kreation bekommt der Nutzer hingegen zu sehen, wenn er nach zerg rush sucht – kleine, gefräßige Kreise fangen an, die Suchergebnisse aufzufressen und müssen mit der Maus abgeschossen werden, bevor sie an den Buchstaben nagen können.

Eigene Sprachen für Hacker und Außerirdische

Es ist offizielle Politik der Suchmaschine, die Menschen zu vernetzen. Dasselbe gilt allerdings auch für manche Rassen von Außerirdischen, denn bei der Sprachauswahl steht neben Englisch, Japanisch und Kinyarwanda auch Klingonisch und Bork, bork, bork! zur Verfügung. Computerfreaks, Skriptkiddies und Hacker dürfen sich ebenfalls geehrt fühlen, denn sie erreichen durch die Eingabe von Google l33t und eine Suche auf gut Glück eine ihnen gewidmete Oberfläche. Dort sind – ganz entsprechend der Gewohnheiten der Szene – viele Buchstaben durch Zahlen ersetzt, wodurch aus „I am feeling lucky“ mal eben „EyE AM ph33|1n6 lu(ky“ wird. Das Gerücht, dass sich Googlemail auch über eine Webcam und Körperhaltung bedienen lässt, ist allerdings leider nicht wahr. Es handelt sich um einen Aprilscherz, den der Konzern 2011 in einem ernsten Gewand präsentierte und mit zahlreichen Schaubildern garnierte, die die korrekte Körperhaltung für Aktionen wie Suche, Vorwärts, Senden und natürlich SPAM darstellten.

Mit der Nautilus eine Bildschirmrolle machen

Zu bestimmten und natürlich ausschließlich selbst auserwählten Anlässen erlaubt es sich das Unternehmen auch, sein Logo an das Datum anzupassen. Mitunter geht das sogar bis zu interaktiven Spielchen. Zum 183. Geburtstag des Science-Fiction-Autors Jules Verne etwa durfte der Besucher das berühmte U-Boot Nautilus mit Google-Bullaugen durch eine Unterwasserwelt steuern. Den 78. Geburtstag des Musikers Robert Moog, der mit seinem nach ihm benannten Synthesizer die elektronische Musik revolutionierte, feierte der Konzern mit einer digitalen Version, die über zwanzig Regler und eine Tastatur aufwies. Und als Les Paul, Erfinder der E-Gitarre, 98 Jahre alt wurde, konnten Suchende einen Tag auf einigen Saiten in Google-Form klimpern und das Gespielte aufnehmen. Manche Suchanfragen sind auch schon lange in Gebrauch. So löst der Pilotenbefehl „do a barrel roll“ eine Rotation um die eigene Achse aus, während „tilt“ oder „askew“ für eine deutliche Schräglage sorgen.

Ein Zeitvertreib nicht nur für die Nutzer

Easter Eggs werden immer beliebter und bereichern inzwischen Computerspiele, Medienträger und sogar Betriebssysteme wie Google Android, bei dem man durch mehrfaches Drücken auf die Versionsnummer in den Einstellungen ein Bild angezeigt bekommt – vom Maskottchen bis zu Zombies. Ihre Beliebtheit ist darauf zurückzuführen, dass sie Programmierern eine kreative Entfaltung in einer sehr technischen Arbeit ermöglichen und die Betrachter sich über neue Eigenschaften freuen dürfen.

Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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