Samsung Galaxy S6 im Test: Smartphone mit ungewöhnlichem Potenzial

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Seit 2010 setzt Samsung mit seinem Galaxy S Jahr für Jahr neue Maßstäbe, die in den folgenden 12 Monaten als Standard für Smartphones der mittleren und gehobenen Kategorie gelten. Bereits bei der Präsentation des Samsung Galaxy S6 wurde jedoch deutlich, dass 2015 das Unternehmen dazu ansetzt, der Konkurrenz schlicht und ergreifend davonzulaufen.

Effizienz und Leistung in perfekter Abstimmung

Alle mobilen Geräte haben mit demselben Problem zu kämpfen: Schnelle Prozessoren verbrauchen viel Strom, langsame reduzieren den Bedienkomfort. Das Samsung Galaxy S6 behebt diesen Zwiespalt ebenso einfach wie wirkungsvoll. Es verwendet einen Octa-Core-Prozessor, bei dem jeweils vier Kerne auf 2.1 GHz und vier weitere auf 1.3 GHz getaktet sind. Diese übernehmen den normalen Betrieb, erst bei dem Aufruf rechenaufwendiger Apps werden die leistungsfähigeren Kerne hinzugeschaltet.

In Verbindung mit dem 3 GB großen RAM Speicher und einer separaten 3D-Grafikeinheit entwickelt das Smartphone so eine außergewöhnlich hohe Performance, die nur von sehr wenigen Geräten auf dem Markt erreicht wird. Nicht wenige davon stammen außerdem von demselben Hersteller. Weitere Vorteile bringt die Verwendung einer 64 Bit Architektur, während 32 Bit auch heute noch bei mobilen Geräten in weiten Teilen als Standard verwendet wird.

Moderne Technik für Anzeige, Grafik und Kamera

Auch beim Galaxy S6 verwendet Samsung sein patentiertes AMOLED-Display, das sich durch kräftige Farben, gute Kontraste und eine hohe Helligkeit auszeichnet. Die Auflösung auf dem 5,1 Zoll großen Bildschirm beträgt 2560 x 1440 Pixel und liegt somit noch nahezu 50 % höher als bei Full HD. Die große Helligkeit und der gute Kontrast ermöglichen zudem auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch ein komfortables Ablesen.

Eine der am häufigsten gebrauchten Funktionen bei einem Smartphone ist nach repräsentativen Umfragen die Kamera. Auch hier weiß das Samsung Galaxy S6 zu überzeugen: Die Auflösung für Fotos beträgt 16 MP und die für Videos Ultra HD oder 3840 x 2160 Bildpunkte. Dank des leistungsstarken Prozessors und Schnellzugriff ist die Kamera außerdem in weniger als einer halben Sekunde auslösebereit. Sehr angenehm ist auch der Umfang der Apps, die zahlreiche Steuerelemente wie Helligkeit, Weißabgleich und Filter beinhaltet.

Das Samsung Galaxy S6 im Alltag

Frau mit Samsung Galaxy S6Durch sein robustes Metallgehäuse und das gehärtete Glas zeigt sich das Galaxy S6 erfreulich unempfindlich und kratzfest. Die Bedienung ist selbst bei hoher Auslastung verzögerungsfrei und flüssig. Leider wurde bei dem S6 auf den Schacht für Mikro SD Speicherkarten verzichtet, der beim S5 noch zur Ausstattung gehörte. Eine nachträgliche Erweiterung des Speichers von 32 GB, 64 GB oder 128 GB ist deshalb leider nicht möglich. Ebenfalls eingespart wurde der USB 3.0 Anschluss, die IP67 Zertifizierung und ein wechselbarer Akku.

Obwohl alle drei Merkmale einzeln nicht übermäßig ins Gewicht fallen, waren sie doch zusammengenommen ein größerer Vorteil. Durchweg positiv ist dafür der Akku zu beurteilen, der trotz des großen Bildschirms und der hohen Helligkeit für lange Einschaltzeiten mit bis zu zehn Stunden ununterbrochenem Surfen im Internet und Telefonieren sorgt. Über die Schnellladefunktion kann die Batterie zudem in knapp 90 Minuten wieder vollständig geladen werden.

Gerät der Spitzenklasse mit kleinen Einschränkungen

Insgesamt ist das Samsung Galaxy S6 ein außergewöhnliches Stück Technik, das ebenso elegant wie leistungsfähig ist. Negativ fallen eigentlich nur die Dinge auf, die fehlen: ein Steckplatz für Speicherkarten beispielsweise oder die Möglichkeit, den Akku zu wechseln. Die Grafik von Kamera und Bildschirm gibt hingegen keinerlei Anlass zur Klage. Das Smartphone hat es auch 2015 wieder geschafft, die Grenzen der Technik weiter in Richtung Komfort und Leistung zu verschieben.

Titelbild: © istock.com – Nebojsa Markovic

Textbild: © istock.com – basar17

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Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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