Pokémon Go: Wie die App unsere (Handy)-Herzen erobert

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Ob in den News, auf YouTube oder auf der Straße: Pokémon GO ist binnen Tagen zu einem festen Bestandteil des Alltags geworden. Die Augmented Reality-App rund um Nintendos Monster ist ein absoluter Hit und das hat gute Gründe.

So einfach, so zugänglich, so omnipräsent

Die Zusammenarbeit zwischen Nintendo und Niantic ist aus einer extrem fruchtbaren Grundlage heraus entstanden. Nintendos Pokémon besitzen als Marke eine extreme Strahlkraft (vergleichbar höchstens mit Mario) und Niantic konnte mit Ingress bereits beweisen, dass sie Menschen auf die Straße locken können. Dieser Mix hat viele Fans der alten Schule neugierig gemacht, denn Anhänger von Rot und Blau sind inzwischen Mitte 20 bis Anfang 30. Das perfekte Alter, um Nostalgie und Spieltrieb zu vereinen. Und natürlich besitzt nahezu jeder erwachsene Mensch ein Smartphone. Eine Einstiegshürde wie diese durch eine Konsole gegeben wäre, gibt es nicht.

Und selbst Leute, die dereinst mit Pikachu und Co. nichts anfangen konnten, sind spätestens durch den Medienhype zumindest darüber informiert, was Pokémon GO ist. Ob also Nostalgie, Neugier oder Entdeckunsgdrang: Pokémon GO hat eine bunte Anhängerschaft.

Pokémon GO ist einfach niedlich

Und schließlich macht die App einfach Spaß. Denn bei allen Verbindungsfehlern, Serverstörungen und den derzeit eingeschränkten Funktionen der App, macht das Pokémon GO Spielen einfach Spaß. Jeder Blick auf die Karte des Spiels entführt in eine magische Welt, in der in jedem Beet oder in der Bahn Pokémon lauern könnten. Verbunden mit den AR-Funktionen sehen Spieler ja sogar, dass die Pokémon auf dem Bordstein oder dem heimischen Herd sitzen und nur darauf warten, gefangen zu werden.

Das Spiel ist einfach. Wer Google Maps versteht, versteht auch Pokémon GO. Und die Geschicklichkeitseinlagen zum Fangen sind auch schnell zu meistern. Zudem weckt das Spiel die Urinstinkte des Sammelns und Jagens in perfekter Kombination. Auch grafisch sind die Pokémon nicht einfach nur toll designt, sondern auch wirklich liebevoll gestaltet. Sie reagieren ja sogar darauf, angestubst zu werden.

An besonderen Pokéstops können Spieler dann kostenlos ihr Inventar auffüllen, Pokémon GO besitzt also ein durchaus faires Free2Play-Modell. Und vor allem lockt es auf die Straße und reizt zum Erkunden der vielen Wegpunkte.

Pokémon GO ist das aktiv in interaktiv

So ist Pokémon GO die perfekte App für den Weg nach hause oder zur Arbeit (dort lassen sich schließlich prima Eier ausbrüten) und füllt die müßige Zeit auf langen Spaziergängen. All das macht Entwickler Niantic aber natürlich nicht nur aus Altruismus heraus. Die App ist eine wahre Datenkrake und sammelt Wegdaten. Bald sollen sich Restaurants und Cafés auch Pokéstops kaufen können, um neue Kundschaft anzulocken. Dessen sollten sich Spieler schon bewusst sein – und Pokémon GO auch entsprechend bewusst nutzen.

Denn schließlich ist die App ein Spiel und im Zentrum stehen Sammeln und Fangen (und ab Level 5 Kämpfen). Wer Pokémon GO also immer noch nicht installiert hat, sollte dies schnell nachholen. Und sei es nur, um die Faszination zu verstehen.

Im Bannkreis der Pocket Monster

Schon die Serie und die ersten Spiele waren eine faszinierende Mischung aus echter Welt und bunten Monsterchen. Das transferiert Pokémon GO ohne Einstiegsschwelle in unsere Realität. Über teilbare Fotos, wachsende Kollektionen und einen Mix aus Geschicklichkeit und Spieltrieb hat sich die App binnen Tagen zum weltweiten Phänomen entwickelt. Wer die Augen offen hält, wird überall Pokémon Trainer entdecken. Nicht nur Kinder und Teens, auch Geschäftsleute, Handwerker und Manager – Pokémon GO hat sie alle gefangen.

Titelbild: © istock.com – KeongDaGreat

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Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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