Mobile Websiten – Darauf achten Smartphone Nutzer

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Bei der Internetnutzung fallen Desktop PC und der Laptop immer weiter zurück. Beinahe zwei Drittel aller Aufrufe einer Website erfolgt mittlerweile von mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablet PC – im Jahr 2011 lag deren Anteil noch unter 15 Prozent. Wer diese Entwicklung ignoriert, verliert praktisch jeden Monat an Reichweite.

Mobile Geräte müssen flexibel bedient werden

Die aktuelle Lage stellt die Betreiber vor eine große Herausforderung: Vom älteren Smartphone für Einsteiger bis zum modernsten Tablet PC soll die Webseite nicht nur kompatibel sein, sondern sich auch je nach Performance und Auflösung optimal präsentieren. Zu berücksichtigen sind dabei viele unterschiedliche Faktoren wie die Bildschirmauflösung und -größe, die Rechenleistung oder die Internetanbindung mit unterschiedlicher Bandbreite. Wer es sich einfach machen möchte, der kann sich auch beim Hoster über mobil optimierte Angebote informieren.

Allein durch diese drei Eigenschaften – viele weitere spielen zusätzlich eine Rolle – ist die perfekte Anpassung an eine mobile Umgebung oder ein Endgerät sehr schwierig.

Sinnvolle Kompromisse sind unausweichlich, um eine möglichst große Zahl an Endgeräten zu versorgen. Der Schlüssel dafür liegt in der Optimierung der Webseite, die innerhalb eines möglichen Rahmens automatisch die notwendige Anpassung vornimmt.

Die wichtigsten Eigenschaften einer mobilen Webseite

Suchmaschinen und Vergleichsportale ermöglichen es jedem Nutzer, sofort aus einer großen Auswahl von Quellen seine Auswahl zu treffen. Für nahezu jede Information und die meisten Produkte stehen zahlreiche Alternativen zur Auswahl. Aus diesem Grund spielt die Bedienung und die Darstellung eine entscheidende Rolle für die Kundenbindung. Wichtige Kriterien sind:

    • Schnelligkeit: Inhalte sollten unmittelbar nach Aufruf verfügbar sein. Die Skalierung beispielsweise von Bildern je nach Endgerät ist hier sehr wichtig.
    • Übersicht auf unterschiedlichen Bildschirmen: Die Webseite muss gut lesbar, verständlich aufgebaut und auf das Endgerät zugeschnitten sein.
    • Komfortable Bedienung: Viele Links auf engem Raum oder aufwendige Menüs lassen sich über eine Maus leicht anwählen, sind für einen Touchscreen aber denkbar ungeeignet.
    • Kompatibilität: Unterschiedliche Endgeräte müssen separat verarbeitet werden. Dafür sollte auf Erweiterungen wie Flash oder Javascript verzichtet werden, da diese nicht immer korrekt oder mitunter überhaupt nicht dargestellt werden.

Schnelle Darstellung durch optimierte Webseiten

Falls ihm keine Informationen angezeigt werden, wartet ein Besucher im Durchschnitt nur wenige Sekunden, bis er eine Seite wieder schließt,. Aus diesem Grund ist es unverzichtbar, möglichst schnell Inhalte zu zeigen. Auf mobilen Geräten werden deshalb bestimmte, weniger datenaufwendige Elemente wie Text sofort dargestellt, während zusätzliche wie Bilder oder Videos im Hintergrund geladen werden. Das führt jedoch zu neuen Problemen wie etwa dem „Springen“ eines Textes, sobald Inhalte nachträglich eingefügt werden.

Es ist deshalb bei größeren Projekten sinnvoll, auf eine spezielle Programmierung für mobile Webseiten zurückzugreifen. Ein Beispiel sind die 2015 von Google als Open Source veröffentlichten Accelerated Mobile Pages (AMP), die die Ladezeiten deutlich reduzieren. Positiver Nebeneffekt ist, dass diese von der Suchmaschine im Rating bevorzugt werden und dadurch gleichzeitig auch der SEO dienen. Ein hohes Potential für optimierte Darstellung bietet auch die Umstellung älterer, bestehender Internetpräsenzen auf moderne Standards wie HTML5.

Mehr Besucher und weniger Traffic durch mobile Webseiten

Letztendlich zahlt sich die Optimierung auf Smartphones und andere Mobilgeräte mehrfach aus. Neben kurzen Ladezeiten und höheren Besucherzahlen erhöhen diese auch die Performance auf dem Server und verringern übertragenen Datenmengen. Nicht zuletzt sind viele Anpassungen auch im Hinsicht auf die Onpage SEO von Vorteil, da Suchmaschinen wie Google diese ebenfalls in sein Ranking einbezieht. Auf Smartphones werden entsprechende Webseiten in den Ergebnissen bevorzugt, so dass neben der Kundenfreundlichkeit auch gleichzeitig die Reichweite gesteigert wird.
Titelbild: ©istock.com – milindri

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Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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