Die Nintendo Switch App für Eltern

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Nintendos neue Konsole Switch verspricht Spielspaß für die ganze Familie. Um Eltern dabei zu helfen, das Spielverhalten ihrer Kinder im Auge zu behalten, hat der Konsolenhersteller eigens eine App entwickelt.

Eine neue Spielkonsole für alle Altersstufen

Anfang März erscheint Nintendos neue Spielekonsole. Die Nintendo Switch ist ein Hybrid aus stationärer Heimkonsole und mobilem Handheld. Zusätzlich werden Spieler sich online mit anderen Gamern aus der ganzen Welt vernetzen und austauschen können.

Die Palette der Spiele wird viele Genres und Inhalte für alle Altersstufen abdecken. Von Partyspielen über bunte Jump ’n‘ Runs bis hin zu eher blutigen Egoshootern ist alles dabei.
Dieses vielfältige Angebot ist typisch für Nintendo und eine echte Stärke der neuen Spielkonsole. Gleichzeitig stellt die Vielseitigkeit natürlich ein Problem in Sachen Jugendschutz dar.
Wie können Eltern sichergehen, dass ihr Kind nur Zugriff auf altersgerechte Spiele hat? Zu diesem Zweck hat Nintendo eine App für besorgte Eltern entwickelt.
Mit „Parental Control“ sollen sie das Spielverhalten ihrer Kinder überwachen können.

Was kann die Nintendo Switch App für Eltern?

Die Nintendo Switch App „Parental Control“ ist ein kostenloses Angebot und für Android und iOS erhältlich. Folgende Funktionen werden unterstützt:

  • Zeiträume bestimmen, in welchen gespielt werden darf. Zum Beispiel erst ab nachmittags oder nur bis 8 Uhr abends.
  • Zeitlimits festlegen, auch für einzelne Wochentage. Nach Erreichen des Zeitlimits erscheint eine automatische Benachrichtigung auf dem Spielbildschirm.
  • Zusätzlich kann eine Einstellung aktiviert werden, bei der sich die Konsole nach einer gewissen Zeit selbst abschaltet und erst nach Eingabe eines PINs wieder einsatzbereit ist.
  • Online-Funktionen teilweise oder komplett deaktivieren. Zum Beispiel Chats sperren oder verhindern, dass Bilder ins Internet hochgeladen werden können.
  • Einzelne Spiele sperren, nur Spiele einer bestimmten Altersstufe freigeben.
  • In einer detaillierten Statistik sehen, welche Spiele wie lange gespielt wurden und welche Games die Favoriten des Kindes sind.

Wie sinnvoll ist die Nintendo Switch App?

Beim Spielen vergeht die Zeit wie im Fluge. Der automatische Alarm bei Erreichen des Zeitlimits ist durchaus sinnvoll, um dem Kind beim Einhalten abgemachter Zeitlimits zu helfen.
Die Konsequenz, die Konsole von unterwegs abzuschalten, falls das Limit deutlich missachtet wird, führt wahrscheinlich zu Tränen und schmollenden Gesichtern, ist aber auch von Nintendo selbst eher als „letzte Option“ gedacht, wenn getroffene Absprachen nicht eingehalten werden.

Die Funktion, die Spielvorlieben des Kindes einsehen zu können, weckt gemischte Gefühle. Zu Zwecken des Jugendschutzes ist es natürlich sinnvoll, einen gewissen Überblick über die gespielten Genres zu haben.
Andererseits stellt diese detaillierte Überwachung des Spielverhaltens einen nicht zu unterschätzenden Eingriff in die Privatsphäre dar. Nintendo preist die Funktion als einen Weg an, sich über die Lieblingsspiele des Kindes zu informieren und so mehr Gesprächsthemen zu haben.
Aber warum sollten Eltern sich nicht bei ihrem Kind persönlich über dessen Lieblingsspiele informieren?

Letztendlich ist der beste Weg, Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit Videospielen beizubringen, ihr Hobby ernst zu nehmen und sinnvolle Absprachen zu treffen. Aber gerade wenn beide Elternteile berufstätig sind und nicht immer ein Auge auf die Spielkonsole haben können, ist die Nintendo Switch App ein gutes Mittel, die Einhaltung der ausgemachten Regeln zu kontrollieren.

Behutsame Kontrolle vs. Totalüberwachung

Mit der Nintendo Switch App „Parental Control“ bietet der Hersteller ein funktionales Hilfsmittel, um das Spielverhalten der Kinder in einem altersgerechten Rahmen zu halten.
Eltern sollten sich bei Benutzung der App aber überlegen, ob sie im Umgang mit Videospielen auf totale Überwachung im Big-Brother-Stil oder doch eher auf die Kombination aus offener Kommunikation und behutsamer Kontrolle setzen möchten.

Titelbild: © istock.com – maximkabb

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Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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