Das Google Pixel Smartphone -ein Angriff auf die Konkurrenz?

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Bislang wurden die Handys von Google hauptsächlich von einer kleinen Community beachtet und gekauft, die höchsten Wert auf Kompatibilität und eine Unterstützung für aktuelle Betriebssysteme legte. Mit dem Google Pixel Smartphone könnte sich diese Situation erstmalig grundlegend ändern – das neue Telefon soll nun auch den führenden Unternehmen wie Apple und Samsung wesentliche Marktanteile abjagen.

Neue Hardware für überdurchschnittliche Performance

Auf den ersten Blick sind die technischen Daten des Google Pixel Smartphone zwar weniger spektakulär: Verbaut wird ein Quad-Core-Prozessor mit zwei Kernen zu 2.15 GHz und zwei weiteren mit 1.6 GHz. Doch auf die Details kommt es an: Google verwendet einen Snapdragon 821 mit einer Adreno 530 Grafikeinheit – beide haben bereits in Tests durch eine überdurchschnittliche Performance auf sich aufmerksam gemacht und liefern eine exzellente Leistung bei niedrigem Stromverbrauch.
Chips dieser Bauart werden auch für das iPhone 7 und das Galaxy S7 benutzt – die aktuellen Top-Modelle der Konkurrenz aus dem Hause Apple und Samsung. Unterstützt wird die Leistung durch einen 4 GB großen RAM Speicher, der ausreichend Kapazität für sehr rechenaufwendige Anwendungen und neueste Spiele liefert.

Google nimmt die Produktion in eigene Hand

In der Vergangenheit ließ Google seine Tablet PC und Smartphones von wechselnden Drittherstellern fertigen. Mit dem Google Pixel Smartphone soll diese Produktionsweise nun endgültig beendet werden. Die Entwicklung wird ab sofort zentral von den eigenen Mitarbeitern des Unternehmens durchgeführt und koordiniert.
Insbesondere die Software dürfte dadurch stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden: Als erstes Smartphone im High-End-Bereich wird das Google Pixel deshalb auch mit der neuesten Androidversion 7.1 mit dem Codenamen Nougat ausgeliefert. Dieses wartet mit Features wie einem intelligenten Cloud Service auf, bei dem ältere Bilder bei knappen Speicherplatz automatisch auf einen Online-Speicher verschoben werden.
Für die Sprachsteuerung wurde der Goggle Assistant weiterentwickelt – das Gegenstück zu Apples Siri oder Cortana von Microsoft Windows.

4K Kamera und Full HD Touchscreen

Das Google Pixel Smartphone ist mit Front- und Hauptkamera ausgestattet und kommt auf eine Auflösung von 8 beziehungsweise 12.3 MP. Verzichtet wurde aber leider auf einen optischen Bildstabilisator, so dass die bei Tageslicht sehr gute Bildqualität in der Dämmerung deutlich nachlässt.

Ein weiteres Manko ist, dass dem Smartphone kein Steckplatz für Speicherkarten gegönnt wurde. Käufer müssen sich deshalb zwischen der 32 GB und der 128 GB Version entscheiden.

Glücklicherweise gibt es aber dafür weiterhin einen Stecker für das Headset – Apple und Samsung verzichten bei ihren Top-Modellen mittlerweile auf den Anschluss. Durch den niedrigen Energieverbrauch des Prozessors besitzt das Google Pixel Smartphone zudem eine relativ lange Akkulaufzeit von elf Stunden im Dauerbetrieb. Notfalls kann das Telefon zudem über die integrierte Schnellladetechnik innerhalb von 15 Minuten für weitere sieben Stunden aufgeladen werden.

Als Bildschirm kommt ein 5.1 Zoll Touchscreen mit AMOLED Diusplay und einer 1080p Full HD Auflösung zum Einsatz. Die Helligkeit in den Ecken erreicht nicht ganz die Spitzenwerte des Samsung Galaxy S7, reichen aber auch in hellem Tageslicht noch gut aus.

Hoher Preis trübt den Gesamteindruck

Insgesamt ist Google mit dem Pixel Smartphone zwar nicht der ganz große Wurf, aber ohne Zweifel ein ansehnliches Telefon mit vielen Stärken und wenig Schwächen gelungen. Unverständlich bleibt dabei aber der im Vergleich zu den USA deutlich höhere Preis: Während auf der anderen Seite des Atlantiks das Pixel ab 649 Dollar (ca. 592 Euro) über den Ladentisch gehen soll, sind es in Deutschland stolze 749 Euro. Angesichts der hohen Konkurrenz in der Branche könnte das den Absatz deutlich beeinträchtigen und dem Google Pixel Smartphone einiges an Popularität verloren gehen.

Titelbild: ©istock.com – Pilin_Petunyia

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Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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