Augmented Reality 2017: Das erwartet uns im kommenden Jahr

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Apps wie Pokémon GO und Snapchat rückten Augmented Reality 2016 ins Bewusstsein vieler Menschen. 2017 könnte also zu dem Jahr werden, in dem AR richtig durchstartet. Zeit einen Blick auf die AR Trends im kommenden Jahr zu werfen!

Snapchat kauft Augmented Reality-Experten auf

Schon seit längerer Zeit baut Snapchat auf zahlreiche AR-Funktionen. Quasi in Echtzeit können verschiedene Filter verwendet werden, die Gesichtern einen neuen Look verpassen. Durch dieses Merkmal unterscheidet sich Snapchat signifikant von anderen Messenger-Diensten. Gerüchten zufolge strebt Snapchat für 2017 einen Börsengang an.

Zu dieser Nachricht passt es, dass vor wenigen Tagen bekannt wurde, dass Snapchat den israelischen AR-Experten Cimagine Media für etwa 40 Millionen Dollar aufgekauft hat. Cimagine arbeitete laut der Nachrichtenagentur Reuters unter anderem an einer App, welche zeigt, wie bestimmte Möbelstücke sich in der eigenen Wohnung machen würden. Nach Ansicht einiger Experten kann man für 2017 also erwarten, dass Snapchat weitere AR-Funktionen anbieten wird, die virtuelles Shopping revolutionieren könnten.

Pokémon GO wird zu zahlreichen Nachahmern führen

Viele Insider der Branche gehen davon aus, dass Anbieter von Spiele-Apps dem Beispiel von Pokémon GO folgen werden. Völlig unerwartet wurde die App des amerikanischen Entwicklerstudios Niantic zu der Erfolgstory des Jahres 2016. Millionen Spieler begaben sich auf Pokémon Jagd und kämpften um die Vorherrschaft in der nächsten verfügbaren Arena.

Ein Teil des Erfolges machte die AR-Funktion des Spiels aus, die die Pokémon Monster in der direkten Umgebung anzeigte. Der große Erfolg des Spiels zeigte sowohl Konsumenten als auch Spiele-Herstellern, welches Potenzial in AR-Applikationen steckt. Für 2017 kann man daher prognostizieren, dass es zahlreiche Nachahmer geben wird, die den Erfolg von Pokémon GO kopieren wollen.

Microsoft arbeitet an einer überarbeiteten Version der Hololens

Statt wie viele Konkurrenten auf VR zu setzen, hat Microsoft von Anfang an auf die Möglichkeiten von Augmented Reality gesetzt. Die Vorstellung der AR-Brille Hololens auf dem Windows 10 Event im Oktober sorgte nicht nur bei vielen Presse-Vertretern für begeisterte Artikel. In der Demo wurde zum Beispiel gezeigt, wie bestimmte Möbelstücke im eigenen Haus aussehen würden. Experten erwarten für 2017, dass Microsoft eine überarbeitete Version der Hololens vorstellen wird.

Häufig genannte Kritikpunkte an der gegenwärtigen Version der Hololens sind der hohe Einkaufspreis und das Sichtfeld. Microsoft steht spätestens seit der Ankündigung von Magic Leap unter großem Druck. Schon länger wird vermutet, dass das geheimnisvolle Startup aus Amerika, zu dessen Investoren unter anderem Google, Warner Bros und Lucasfilm gehören, eine Brille für Endverbraucher im Jahr 2017 veröffentlichen könnte. Auf der CES 2017 wird Magic Leap jedenfalls im Januar noch keine eigene Brille vorstellen.

2017 wird zum Jahr von AR werden

2016 war bereits ein äußerst erfolgreiches Jahr für Augmented Reality. Spiele-Apps wie Pokémon GO und AR-Funktionen von Snapchat rückten AR in den Fokus von Entwicklern und Konsumenten. Die Zukunft für AR-Applikationen sieht derzeit gut aus. Anders als bei VR sind bislang keine großen Investitionen von Konsumenten erforderlich. Sowohl Magic Leap als auch Microsoft arbeiten an Brillen, die für Konsumenten gedacht sind. Das könnte 2017 zu dem Jahr machen, indem AR richtig durchstartet und an VR vorbeizieht.


Titelbild: ©istock.com – Ekkasit919

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Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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