Spaß wie zu Pixel-Zeiten – 5 Retrospiele, die immer noch Spaß machen

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Früher war alles besser! Games zumindest, es gab keine dreistündigen Tutorials, Quicktime-Events oder jährlich erscheinende immer gleiche Sequels. Die Grafik war pixelig, Speicherpunkte rar gesäht und das raue Abenteuer wartete hinter jeder verschlossenen Türe. Diese fünf Retro-Spiele sind auch heute noch echte Perlen des Spielspaßes.

Hinter dir, ein dreiköpfiger Affe!

Guybrush Threepwood möchte ein Pirat werden und Spieler mit einem Hang zu Retrorätslern können dem blonden Taugenichts dabei behilflich sein. Denn um das Geheimnis der mysteriösen Insel Monkey Island geht es im gleichnamigen Point-and-Click-Adventure. Das hat auch heute nichts von seinem Charme verloren, denn der Wortwitz entfaltet sich in den schrägen Dialogen und den Beleidigungsduellen. Neben dem pixeligen Original, das auf modernen Bildschirmen nur schwer zu ertragen ist, gibt es auch ein Remake in Comic-Grafik. Das wirkt deutlich gefälliger und nimmt dem Spiel nichts von seinem Retrocharme. „Monkey Island“ ist sogar für die meisten Smartphones erhältlich.

Einen ähnlich schrägen Rätselspaß (und wie „Monkey Island“ ebenfalls aus dem Hause LucasArts) bietet „Day of the Tentacle“. Bernard Bernoulli und seine Freunde müssen dabei den bösen Tentakel von der Übernahme der Weltherrschaft abhalten. Dabei müssen natürlich Rätsel gelöst und alberne Dialoge gelesen werden. Der kultige Humor und der (im wahrsten Sinne des Wortes) schräge Grafikstil machen das Spiel auch heute noch zu einer Ikone der Popkultur.

Deine Prinzessin ist in einem anderen Spiel

Eine gute Mischung aus Rollenspiel und Abenteuer bietet „Chrono Trigger“ – ein Spiel, das heute wohl unverändert ein Indie-Hit werden würde. Aus der isometrischen Perspektive geht es zeitreisend durch dieses 16-bit-Adventure. Dabei müssen Spieler in dynamischen Kämpfen gegen Monster antreten und ihre Party geschickt aufleveln. Die bunte Welt erstreckt sich von einer fast vergessenen Vergangenheit bis in die weit entfernte Zukunft. „Chrono Trigger“ begründete mit diesem Mix aus Adventure und Rollenspiel ein ganzes Genre und zieht auch heute noch Spieler in seinen Bann.

Natürlich kommt keine Auflistung bekannter Retrospiele ohne einen Verweis auf den berühmtesten Klempner der Welt aus. Als Launchtitel des NES erschien mit „Super Mario Bros“ ein Spiel, das sich in das popkulturelle Gedächtnis gebrannt hat wie kaum ein andereres. Als Mario springt und rennt der Spieler, erledigt Gumbas und Koopas, nur um am Ende im falschen Schloss zu landen. Dabei machte schon Nintendos erster echter Mario-Titel viel richtig und kreierte eine Formel für den Jump’n’Run-Erfolg.

Der Hang zum Masochismus

Oldschool JoystickDieser Tage wird wieder viel über einen Strategieklassiker geredet. Denn mit „Xcom 2“ gibt es einen Nachfolger für die Alienjagd, die 1994 mit dem Original „Xcom“ (oder „UFO Defense“ wie es in den USA hieß) begann. Der Klassiker von 1994 verfügt inzwischen über viele Optionen, um auch auf modernen Rechnern einigermaßen anschaulich gespielt zu werden und bietet immer noch viele Features, die es in den modernen „Xcom“-Neuauflagen nicht gibt.

Soldatenbalance, Waffengewicht, erweiterter Basisbau, mehrere Skyranger und mehr Strategie beim Entsenden der Abfangjäger garnieren den unausweichlichen Tod der eigenen Truppe nur. Das originale „Xcom“ ist ein minimalistischer Spaß für Strategiefans, die sich gerne die Haare raufen und zeigt auch heute noch, wie spannend ein rundenbasiertes Spiel sein kann.

Retrogames statt Retrolook – Echte Klassiker spielen

Dass die Spieleindustrie längst wieder den Weg zurück findet, ist ein gutes Zeichen. Der bei Indie Entwicklern so beliebte Retrolook zieht auch immer wieder den Blick auf die Klassiker der Spielegeschichte. Und wie gute Bücher oder zeitlose Filme sind viele Titel auch nach Jahrzehnten noch so faszinierend wie beim Release.

Titelbild: © istock.com – robtek
textbild: © istock.com – piranka

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Über den Autor

Andreas Schröder

Andreas, demnächst 35 Jahre jung, Genießer, mehr oder weniger sportlich, meine Mutter sagt immer: "er macht irgendwas mit Computern", ohne iPhone gehe ich nicht aus dem Haus.

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